Archive for Oktober, 2006

27/10/2006

Waiting (Chris Isaak)

Mann, ist dieses Kinderkriegen aufregend. Selbst wenn man es nicht selbst durchmachen muss. Diese Warterei ist schrecklich. Seit dem letzten Besuch bei der Frauenärztin am vergangenen Montag sind wir in erhöhter Alarmbereitschaft. Körperlich ist alles soweit, dass es jederzeit losgehen könnte, das war die Auskunft. Taschen stehen bereit, Notfallpläne zur Jesperunterbringung und für meinen Dienstplan sind auch gemacht. Wenn ich einen Wunsch äßern darf, dann sollte es entweder in den nächsten Stunden losgehen oder erst am Sonntagnachmittag wenn mein Urlaub begonnen hat. Würde alles etwas unkomplizierter machen. Eigentlich gäbe es von den letzten Tagen auch noch genug zu berichten (Stichwort: T-Com), aber dafür habe ich momentan nicht die Nerven. Ich melde mich also wieder wenn es passiert ist!

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21/10/2006

Fortuna (Mario Venuti)

Das war mal ein herrlicher Fortuna-Abend wie in alten Zeiten. Viele Zuschauer, tolle Stimmung und dazu auch noch ein Sieg über den Tabellenführer Union Berlin. Was will man mehr?

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18/10/2006

Nightshift (The Commodores)

Nun hat es mich also mal wieder erwischt. Die Kollegen Nachtportiers müssen ihre Überstunden abbauen und so ergibt es sich also, dass ich mir mal wieder die Nacht um die Ohren schlagen darf. Ich sollte mich aber nicht beschweren. Bis vor einem Jahr waren fünf, sechs, sieben Nachtschichten pro Monat die Regel, jetzt ist schon sehr außergewöhnlich, dass ich überhaupt mal nachts ran muß. Nun ist nicht jede Nachtschicht wie die andere. Wenn gerade eine Messe in Düsseldorf stattfindet und wir entsprechend ausgebucht sind, dann hat man schon mal genug damit zu tun seine Schäfchen nach durchzechter Altstadtnacht alle wieder einzufangen und wenn dann zusätzlich auch noch Tagungen bei uns stattfinden, dann hat man auch mit dem Herrichten, bzw. Aufräumen der Seminarräume gut zu tun. Sind allerdings nur eine Handvoll Gäste im Haus und diese auch schon alle zu christlicher Zeit im Bettchen, dann kann sich eine solche Nacht unendlich hinziehen. Wie kann man sich dann nach Erledigung aller Aufgaben die Zeit vertreiben? Lesen ist natürlich immer möglich. Noch schöner wären dann aber doch bewegte Bilder. Einen Fernseher gibt es jedoch nicht und unser PC ist dermaßen veraltet und heruntergekommen, dass er noch nicht einmal Audio-CDs abspielt, geschweige denn DVDs.

Nun habe ich aber die Lösung für dieses Problem gefunden. Ein USB-Stick! Ich habe mir einen mit einem 1GB-Speicher zugelegt und darauf den VLC-Player installiert. Mit dem läßt sich so ziemlich jedes gängige Audio- und Videoformat wiedergeben, inklusive DivX. Nun zeichne ich mir also per Onlinetvrecorder Fernsehsendungen auf und nach dem Herunterladen und decodieren stehen mir diese als schnuckelige, kleine DivX-Files zur Verfügung. Dann heißt es nur noch Zurücklehnen und sich berieseln lassen. Also fast so wie zuhause. Herrlich! Dass das alles tatsächlich so funktioniert wie ich mir das theoretisch ausgemalt habe, das überrascht mich dann doch. Aber es klappt wirklich! Jetzt mache ich mich also mal ans Werk und verrichte die mir aufgetragenen Aufgaben um danach gemütlich Tv-Total von gestern zu gucken oder wahlweise den Kindergarten Daddy. Mal gucken (im wahrsten Sinne des Wortes)!

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16/10/2006

Customer (The Replacements)

Wie manche Unternehmen mit ihren Kunden umspringen ist manchmal echt nur schwer zu glauben. Aktueller Fall: Freenet! Ich war mit denen bisher eigentlich immer zufrieden, habe nur festgestellt, dass mein aktueller Tarif nicht mehr dem aktuellen Preisniveau entspricht. Da meine Vertragslaufzeit eh im Dezember endet habe ich mich also (wie HIER früher beschrieben) ein wenig auf dem Markt umgesehen. Auch Freenet hatte ich weiterhin in der Auswahl und habe denen also am 17. September folgende mail geschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin seit geraumer Zeit zufriedener Kunde mit einem Freenet-DSL100 Anschluß. Gerne würde ich in Zukunft auch auf meinen T-Com Telefonanschluß (Call-Time Net) verzichten und ggf. eine DSL-Flat und Telefon-Flat von Íhnen beziehen.
Bitte teilen Sie mir mit ob dieses möglich ist und zu welchen Preisen. Möglicherweise würde ich bei diesem Anlass auch zu einem DSL-3000 Anschluß wechseln. Nennen Sie mir also bitte die Preise für beide Optionen.
Vielen Dank im Voraus

Nun ist mir klar, dass ich nicht der einzige aufklärungsbedürftige Kunde von Freenet bin und erwartete auch keine Antwort binnen 24 Stunden. Dass eine Antwort allerdings erst fast einen Monat später (!) kommt, muss man wohl als pures Desinteresse am Kunden deuten. Noch bemerkenswerter ist allerdings der Inhalt der Antwort:

Vielen Dank für Ihre Anfrage.
Schön, dass Sie freenetDSL nutzen.
Zunächst entschuldigen wir uns für die verspätete Bearbeitung.

Bedauerlicherweise ist kein Tarifwechsel in unser freenetKomplett Angebot momentan möglich.

Wir hoffen, Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben, und stehen Ihnen bei weiteren Fragen gern zur Verfügung.

Das Deutsch ist holprig, der Inhalt ist schlichtweg Unsinn. Die Krönung ist dann folgender Absatz der Antwort-mail:

Ihre Meinung über unseren Kundenservice ist uns sehr wichtig! Um Ihre Wünsche und Erwartungen an uns noch besser erfüllen zu können, bitten wir Sie, sich Zeit für unsere Umfrage zu nehmen. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert nur ca. 3 Minuten.

Aber gerne doch! Selten habe ich so gerne drei Minuten geofpert wie hier um reihenweise Tiefstnoten zu vergeben. Als stadtbekannter Mecker-Fritze hat mir das allerdings nicht gereicht. Eine kleine Rückmail an Freenet konnte ich mir dann doch nicht verkneifen:

Meine Anfrage hat sich nunmehr, einen Monat nachdem ich sie gestellt habe(!!!), erledigt. Ich habe mittlerweile den Anbieter gewechselt und freue mich von nun an als Kunde ernstgenommen zu werden. Jedenfalls sieht sich mein neuer Anbieter in der Lage und willens auf meine Fragen zeitnah zu antworten!

Für die weitere Zukunft wünsche ich Ihnen viel Glück.

Sie werden es brauchen.

Mit freundlichen Grüßen

Bei dem neuen Anbieter handelt es sich übrigens nicht wie zunächst geplant um ish. Ich bin in mich gegangen und habe mir schweren Herzens eingestanden, dass ich doch keine 20 zusätzlichen Fernsehkanäle brauche. Also bin ich nun bei Alice gelandet, wo ich dann ab Dezember ein Rundum-Sorglos-Paket für knappe 40€ im Monat habe.



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12/10/2006

Angry (Matchbox 20)

Treue Leser haben bemerkt, dass ich mich hier nur selten zu aktuellen politischen Themen äußere, wenn mich aber etwas so wütend macht wie der Vorschlag, eine für jedermann einsehbare Datei von verurteilten Sexualstraftätern zu veröffentlichen, dann muss ich auch mal kundtun wie wütend mich das macht!

Dass so etwas in den USA bereits seit geraumer Zeit praktiziert wird macht das Vorhaben nicht erträglicher. Soll uns ein Land als Vorbild dienen, in dem seit Jahren Stück für Stück die Bürgerechte abgeschafft werden? Nein Danke! Ich bin froh und dankbar in einem Land zu leben, das die Rechte seiner Bürger, auch die verurteilter Straftäter, achtet und das muss auch so bleiben. Bei uns laufen schon genug Irre herum, die ihr Provinzkaff zur national befreiten Zone erklären. Will man solchen Leuten nun auch noch eine Wegbeschreibung in die Hand geben mit deren Hilfe sie ihr neues Hobby „Perverse um die Ecke bringen“ etablieren können? Ich kann nicht nachvollziehen wie Menschen, denen man ein Mindestmaß an Intelligenz und Verantwortungsbewusstsein zugestehen möchte, auf eine solch wahnwitzige Idee kommen können. Käme der Vorschlag aus dem Dunstkreis des Bayern-Ede und seiner Spießgesellen, so könnte ich mir noch einen Reim darauf machen, aber dass ausgerechnet der Hamburger SPD-Vorsitzende einer der Wortführer ist, das schockt mich dann wirklich.

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10/10/2006

Feature Presentation (Cypress Hill)

Es gibt mal wieder was Neues! Nachdem ihr schon seit einiger Zeit sehen könnt was ich alles so in mich reinstopfe, findet ihr auf der Seite „Ich gucke…Filme“ nun auch einen Überblick über alle (na, was wohl?) Filme, die ich mir angucke. Jeweils versehen mit dem Link zur International Movie Database und meiner persönlichen Wertung. Wenn möglich stelle ich zusätzlich auch noch einen Trailer zum jeweiligen Film zur Verfügung. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zum gläsernen Blogger ist somit getan.

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09/10/2006

Sexual Telepathy (Disappear Fear)

Ein Hotel ist grundsätzlich ein Anziehungspunkt nicht nur für Geschäftsleute, Messereisende oder Urlauber, sondern mitunter auch für Gestörte. Ein besonderes Exemplar dieser Gattung hatte sich am letzten Wochenende bei uns eingemietet. Da ich ja an diesem Wochenende frei hatte (s.u.), wurde mir die Story leider nur vom Kollegen zugetragen. Eine Dame mittleren Alters und durchaus unverdächtigen Erscheinens checkte ganz normal nachmittgas ein und verhielt sich auch bis auf Weiteres unauffällig. Gegen 5Uhr morgens tauchte sie beim Kollegen von der Nachtschicht auf und fragte ob in unserem Hause gewisse Verfahren angewandt würden. Der Kollege bat um Präzisierung ihres Anliegens. Sie versicherte also in ihrem Zimmer Wellen zu verspüren, die sie sexuell belästigten. Das sei ihr auch schon in anderen Hotels passiert, es handele sich um ein Verfahren der CIA oder doch wenigstens der NASA, sie könne aber nicht weiter darüber sprechen. Der Kollege versicherte ihr, in unserem Hause würden keine sexuellen Wellen ausgesendet, zumindest nicht vorsätzlich. Das konnte die Dame aber nicht vom weiteren Verbleib bei uns überzeugen und sie reiste vorzeitig ab, worüber ehrlich gesagt niemand unglücklich war. Am Sonntagnachmittag rief sie dann noch mal an um sich zu erkundigen ob wir das Problem in den Griff bekommen hätten. Ich hoffe mal, dass sie eher ihr Problem in den Griff bekommt. Einstweilen schlage ich vor das entsprechende Zimmer als Spezialsuite für alleinreisende Damen mit entsprechendem Aufschlag zu vermieten!

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09/10/2006

Störst av allt (Carola)

Schade, das Wochenende ist schon wieder vorbei. Es war ein richtiges Familien-Wochenende, denn am Freitag kam zunächst Inkkis Schwester Astrid aus Stockholm zu Besuch. Kurzentschlossen hatte sie ein paar freie Tage und ein günstiges Ryanair-Angebot genutzt. Es ist immer schön den neuesten Klatsch der schwedischen Schlagerszene aus erster Hand zu erfahren, wobei die Nachricht, dass Carola eine arrogante Kuh ist, weder neu noch überraschend war.

Darf ich die kleine Story jetzt hier ausplaudern? Ich glaube schon. Eine Bekannte von Astrid arbeitet bei einer kommunalen Stockholmer Behörde und ist dort u.A. für die Ausstellung von Pässen zuständig. Nun begab es sich also, dass besagte Carola (in Schweden unvergleichlich populär) in die Amtsstune schneite und nach einem neuen Pass verlangte. Fest im Glauben sich als Superstar dem normalen Vorgehen entziehen zu können, hatte sie jedoch überhaupt keine Ausweispapiere dabei. Astrids Bekannte wies sie daraufhin, dass sie so keinen Pass ausstellen könne, sie brauche wenigstens eine Personalnummer oder so was in der Art. Das war natürlich gleich eine Majestätsbeleidigung. „Weißt Du denn nicht wer ich bin? Ich brauche so was nicht!“. Astrids Bekannte blieb löblicherweise konsequent, die Kollegin vom Nachbartisch mischte sich dann aber ein: „Ich kann für Carola auch so einen Pass ausstellen.„, säuselte sie ganz devot. Ekelhaft was für Schleimer es doch offensichtlich auch in Schweden gibt.

Am Samstag war dann ausgiebiges Shoppen angesagt. Der folgende Abend wurde leider von heftigen Ohrenschmerzen bei Jesper überschattet. Inkki war schon wieder kurz davor zur Notfallklinik zu fahren, letztlich genügte dann aber eine SMS-Konsultation bei Sara (z.Z. in Norwegen), die als Ärztin zu Paracetamol riet, was dann auch bestens funktionierte. Am Sonntagmorgen war Jesper fit wie ein Turnschuh. An dieser Stelle auch mal ein herzlicher Gruß an Sara, die auch immer mal wieder hier in diesem Blog vorbeischaut! Darf ich deine Homepage verlinken? Hoffe doch, wenn nicht bitte kurze Info! Dort gibt es fantastische Fotos von den Lofoten zu bewundern, wo Sara gerade lebt und arbeitet!

Am Sonntagmittag startete Astrid dann wieder zum putzigen, kleinen Flughafen in Weeze und wir machten uns auf den Weg zur Taufe meiner kleinen Nichte Karla. Die Zeremonie wurde von einem ganz besonders sympathischen, älteren Priester übernommen, der auch Jesper immer wieder sehr nett miteinbezogen hat. Zum Abschluß gab es sogar noch eine Tafel Schokolade für ihn. Karla hat das ganze Prozedere prima mitgemacht und hat ihre Tauftorte mit sichtlichem Genuß verputzt. Okay, ein Stück ihrer Tauftorte. Nun bin ich also offiziell Patenonkel und freue mich darüber!

04/10/2006

News! (Soundgarden)

Nach anstrengenden Messetagen können wir momentan mal etwas durchschnaufen. Aber die nächste Messe (Reha) steht schon ins Haus. Diese stressigen Tage haben aber natürlich auch nicht zu unterschätzende Vorteile. Die Schichten gehen deutlich schneller rum als wenn Tote Hose herrscht und nicht zuletzt trägt ein volles Haus zum Erhalt unserer Arbeitsplätze bei. Ist ja auch nicht ganz unwichtig!

Am Freitag kommt Astrid zu Besuch! Wird leider nur ’ne kurze Stippvisite. Am Sonntagmorgen muss sie schon wieder zurück. Ist ja immerhin besser als gar nichts.

Ich habe lange nichts mehr übers Wetter geschrieben. So langsam beginnt scheinbar meine Jahreszeit! Es wird dunkler und kühler, man kann wieder die wäremeren Klamotten raussuchen und muss sich nicht mehr hinter einer Sonnenbrille verstecken sondern kann sich einfach die Kapuze tief ins Gesicht ziehen. In den Geschäften liegen Marzipanbrote und Dominosteine und schon merke ich, dass ich einfach kein Sommerkind bin. Das halbe Jahr mit Sonne vom Morgen bis zum Abend ist nicht mein Ding.

Jesper war, bzw ist fies krank. Von Freitag bis Sonntag hatte er durchgehend über 40° Fieber. In der Notfallpraxis wurde dann am Sonntagabend ein Pseudo-Krupp Anfall diagnostiziert. Das Fieber ging am Montag dann endlich zurück und bis jetzt ist noch ein ganz unangenehmer Husten übrig geblieben. Hoffentlich ist bis zur Taufe seiner Cousine Karla am Sonntag alles wieder okay!

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