Archive for April, 2006

27/04/2006

Big Indian (Dandy Warhols)

Lange nichts mehr von mir gehört, stimmt's?

Leider ja. Weiß gar nicht wie es kommt, aber solche Phasen gibt es immer wieder mal.

Jespers Mommo, Inkkis Mama und somit meine Schwiegermutter ist seit Mittwoch wieder zuhause in Finnland. Die Zeit geht dann doch immer sehr schnell rum und Jesper musste sich erst mal wieder umstellen. Er hatte sich doch schon so sehr daran gewöhnt, dass Mommo ihm ein Buch vorliest, mit ihm knetet oder mit Bauklötzen spielt. Mama und Papa können das zwar auch, aber das ist für ihn wohl nicht dasselbe. Scheinbar ist ihm der Abschiedsschmerz regelrecht auf den Magen geschlagen. Er hat sich zwar in den letzten Tagen schon immer mal wieder über "Illa i magen" beschwert, aber gestern ist es dann im wahrsten Sinne des Wortes so richtig zum Ausbruch gekommen. Drei mal pro Stunde mussten wir gestern Abend seine Windeln wechseln. Ripuli, wie der Finne sagt oder Wasser-Scheisse, wie sich letztens ein italienischer Hotelgast auszudrücken pflegte.

Hotelgast ist ein gutes Stichwort. Seit Sonntag war im Hotel die Hölle los. Tube/wire-Messe stand auf dem Programm. Wie machmal bei solchen Großmessen kam es zu einigen Irritationen. Ein irischer Gast hatte reichlich Zimmer für seine Firma reserviert, unwissend, dass eine seiner Angestellten das gleiche auch getan hatte. Wegen abweichender Bestelleradressen war das für uns nicht ersichtlich und so stand der arme Kerl da mit 'ner Latte Zimmern, die er gar nicht brauchte. Einige davon konnten wir zum Glück weiterverkaufen, einige Nächte musste er aber letztlich leerstehende Hotelzimmer bezahlen. Das tut natürlich weh. Der meiste Trubel herrschte gestern. Besonders unangenehm fiel eine Gruppe von vier Indern auf, deren dicker Anführer kurz nach dem Check-in bei mir auftauchte und sagte, ich solle ihm mal eine Masseuse organisieren. Ich konnte mir natürlich die süffisante Frage, ob er irgendein medizinisches Problem hätte, nicht verkneifen, habe ihm die Lösung seines hormonellen Problems dann aber alleine überlassen.

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20/04/2006

El Rey del Dancing (David Civera)

Die finnischen Vorbereitungen auf den ESC am 22. Mai gehen weiter. Nachdem man sich die passende Discokugel bei Lidl besorgt hat (s.u.) fehlen nun noch Grundkenntnisse im Discotanz. Freundlicherweise hat das finnische Fernsehen kurzfristig einen inspirierenden Tanzkurs ins Programm genommen:

DISCOTANSSIT

 

 

Übrigens läuft nun auch endlich das herrliche Musikvideo von Army & Danny! Zum angucken bitte runterscrollen!

20/04/2006

Video Monster (Mary-Kate & Ashley Olsen)

Jesper ist ganz happy, seine Mommo ist endlich da! Im Gepäck hatte sie eine ganze Reihe Kinderbücher, finnische Leckereien und ausserdem eine Videocassette mit der Aufzeichnung der finnischen Vorentscheidung zum ESC. Heidi war so lieb uns die Show aufzuzeichnen und wir waren nun ganz überrascht, die Cassette jetzt schon in den Händen zu halten.

Tack så mycket, Heidi!

Ich kann es schon kaum erwarten mir das anzuschauen, wegen meinem Dienstplan wird aber wohl frühestens morgen Abend was daraus. Besonders freue ich mich natürlich auf den Auftritt von Lordi. Gestern habe ich beim Zappen das Lordi-Video auf Viva Plus gesehen und bin ganz begeistert. Und so was vertritt Finnland beim tantigen Eurovision Song Contest! Da kann ich selbst als nur angeheirateter Quasi-Finne richtig stolz drauf sein.

19/04/2006

Number One Camera (Nina Gordon)

Man merkt doch deutlich, dass Jesper ein Kind des neuen Jahrtausends ist. Beim österlichen Besuch bei Oma wurde deren Fotokamera genauestens begutachtet. Nach einer ausgiebigen Inspektion kam Jesper zu dem Schluss, die Kamera müsse kaputt sein. Warum? Weil man auf der Rückseite die Fotos nicht angucken konnte. Wie kann der kleine Junge auch wissen, dass die Menschen im letzten Jahrtausend tatsächlich solch rückständige Fotoapparate hatten?

Aprpopos Fotoapparate! Ein Kunde/Gast, wie auch immer, fragte mich heute ob ich mich mit Kameras auskennen würde. Naja, so einigermaßen schon, war meine Antwort. Daraufhin umspielte ein verschwörerisches Lächeln seine Mundwinkel während er eine ziemlich häßliche Kameratasche öffnete. Was holte er heraus? Ausgerechnet meine Traum-Kamera, wenn man denn so sagen kann, eine Panasonic Lumix FZ7! Aaaahhh! Warum er? Warum ausgerechnet er? Er ist so vollständig ahnungslos was für eine tolle Kamera er da hat und wird nie im Leben auch nur ansatzweise in der Lage sein sie angemessen nutzen zu können. Die Welt ist doch so ungerecht!

©winfuture.de

 

Es gibt was Neues für einen Google-Fan wie mich! Google Calendar ist, wie unschwer zu erraten ist, ein auf Ajax-Technik basierender Online Kalender. So weit, so spannend. So lange ich Google Calendar aber noch nicht mit meinem Palm synchronisieren kann, ist die ganze Sache noch witzlos. Noch läuft aber die betaphase und ich bin mir ziemlich sicher, dass sich da recht bald was tun wird.

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18/04/2006

Daddy Cool (Boney M)

Heute ist offizieller Papa-Tag! Die Mama haben wir arbeiten geschickt und wir beiden Männer haben sturmfreie Bude. Was sichbis hierhin noch sehr schön anhört wird dann doch eher in einem Hausfrauentag für mich enden. So spaßige Sachen wie Staubsaugen, Böden wischen, Wäsche aufhängen und Einkaufen stehen auf dem Programm. Der Nachmittag wird dann aber sicher gemütlicher. Jespers Cousine Karla kommt mitsamt ihrem Papa, also meinem Bruder zu Besuch. Dann müssen wir mal gucken wie wir die beiden Kleinen ruhigstellen, damit die Papas schön ’ne Runde Playstation spielen können.

Ich werde scheinbar noch zum richtigen TuRU-Fan! War gestern wieder beim Heimspiel, das grandios mit 6-2 gegen die Amateure vom MSV Duisburg gewonnen wurde. Klassenerhalt für TuRU in Sicht. Die Duisburger hatten sogar ca. 40 Schlachtenbummler (so sagte man doch so schön in Fussbalreportagen der 70’er) im Schlepptau, die sich durch eine wunderbare Gesangseinlage einige Pluspunkte bei mir sichern konnten. Wir sind aus Duisburg, nicht aus Italien, wir ham die grööößten Genitalien! Vielleicht nicht jedermanns Geschmack, ich hab mich aber jedenfalls köstlich amüsiert.

In Finnland rüstet man sich scheinbar auch schon für den anstehenden Eurovision Song Contest. Ab nächsten Montag bei Lidl-Suomi im Angebot: ein Discopallosetti für schlanke 19,99€! Das kann man sich doch nicht entgehen lassen.

 

 

Jesper ist schon ganz aufgeregt, morgen kommt nämlich Mumu zu Besuch. Das ist jetzt nicht schon wieder was Anstößiges, auch wenn mir google gleich dieses vorschlug: Kostenlos! Preisvergleich zum Thema Vagina! Nein, nein, Mumu ist nur der Finnland-Schwedische Ausdruck für Oma und eben diese schwebt morgen Nachmittag am Köln/Bonn-Airport ein. Das erklärt dann natürlich auch die Programmpunkte Staubsaugen usw. von heute (s.o.). So, jetzt muss ich mich aber auch ranhalten!

 

Korrektur: Ich hatte es befürchtet. Mumu schreibt man in diesem Fall also nicht Mumu, sondern Mommo. Ganz korrekt eigentlich mormor, also Mutter der Mutter im Unterschied zu farmor (Vater der Mutter) und morfar (Mutter des Vaters). Alles nicht so einfach, aber herrlich logisch. Einfach Mumu wäre trotzdem viiieeel schöner!

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15/04/2006

Shout It Out Loud (Kiss)

Private Musik-Contests sind 'ne feine Sache. Ich hab da früher schon mal was zu geschrieben, nämlich hier. Trotzdem noch mal kurz worum es geht:

Jeder Teilnehmer an einem solchen Contest sucht sich ein oder zwei Lieder aus, die er ins Rennen schickt. Der Organisator sammelt diese Songs, brennt sie auf CD und verschickt sie an die Teilnehmer (gegen einen geringen Unkostenbeitrag). Nun werden von den Teilnehmern Punkte für die Songs vergeben und so ergibt sich dann das Endergebnis. Ich habe schon an einigen solcher Contest selbst teilgenommen. Die drehten sich musikalisch mehr oder weniger frei um das Thema Eurovision Song Contest. Nun entspricht mein Musikgeschmack diesem Raster eigentlich eher am Rande. Viel lieber höre ich die härteren und lauteren Töne und dementsprechend hatte ich mit meinen Titeln meist nur sehr bescheidenen Erfolg. Spaß gemacht hat's trotzdem immer und wird es auch in Zukunft machen. Augenblicklich auch wieder beim vierten EUROSONG.

Trotzdem habe ich mir nun vorgenommen meinen eigenen Contest ins Leben zu rufen. Einen klangvollen Namen hat er schon mal:

Shout-It-Out-Loud-Contest

Wie der Name schon anklingen läßt, soll dabei ordentlich gerockt werden. Startberechtigt sind Songs, die mehr oder weniger in das Schema Rock/Alternative passen, wobei das natürlich immer Interpretationssache ist. Ich denke nicht, dass ich einen vorgeschlagenen Titel ablehnen werde weil er nicht rockig genug ist.

Und jetzt bist DU dran!

MACH MIT!!!

Wenn Du Interesse hast, kannst Du dich per mail an shout2006@googlemail.com anmelden. Ein Kommentar in diesem Posting tut's zunächst natürlich auch.

Weitere Infos gibt es hier.

 

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12/04/2006

I Wanna Love You Tender (Armi & Danny)

Dieser Clip kursiert gerade als Worst Music Video EVER durch diverse blogs. Wäre nicht unbedingt weiter erwähnenswert, aber die Künstler Sänger kommen aus Finnland. Von daher passt es also doch wieder hier rein.

Und nun Vorhang auf und viel Vergnügen mit Armi & Danny:

Zum Mitsingen:

I love you, I wanna love you tender.
You could be my only sweet surrender.
I would never bring you any kind of sorrow.

You love me, you wanna love me tender.
How can I be sure you're not pretender?
You want me today,
But what about tomorrow?

 

Oh, you're absolutely fine,
Your lips are taste of wine.
I'd like to think you're mine.
And if I could touch your hand,
This rock would turn to sand,
So this is where we stand.

 

You love me, you wanna love me tender.
How can I be sure you're not pretender?
You want me today,
But what about tomorrow?

 

I love you, I wanna love you tender.
I just want to be your loving fender.
I would like to take you;
I know I can't deceive you.

 

I love you, I do can be so tender.
I can be your only sweet surrender,
And if you give your heart,
I'll never ever leave you.

 

Oh, you're absolutely fine,
Your lips are taste of wine.
I'd like to think you're mine.
And if I could touch your hand,
This rock would turn to sand,
So this is where we stand.

 

If we all say 'Wanna love you tender,"
No-one has to be a great pretender.
And this world would be
A better place to live in.

 

Der weiblich Part Armi Aavikko ist 2002 gestorben und nur 44 Jahre alt geworden. Danny heißt eigentlich Ilkka Lipsanen, ist heute 63 Jahre alt und ist noch schwer im Geschäft. 2004 hat er gemeinsam mit D'Voices an der finnischen ESC-Vorentscheidung teilgenommen und hat dort dort immerhin das Finale erreicht.

11/04/2006

Suicide And Other Comforts (Cradle of Filth)

Habe heute an einer sogenannten Multiplikatorenführung durch den Düsseldorfer Hauptbahnhof teilgenommen. Ein leicht verbitterter typischer deutscher Beamter konnte mich dabei mit der Tatsache beeindrucken, dass pro Monat in Nordrhein-Westfalen 280 Menschen Selbstmord auf Eisenbahngleisen begehen. Hört sich in meinen Ohren ehrlich gesagt recht unglaubwürdig an, hat das versammelte Auditorium jedoch zwischenzeitlich aus dem Dämmerschlaf gerissen.

Bleibt noch anzumerken, dass die Bahn jedem Teilnehmer ein Osterei schenkte. Als ein Teilnehmer seines mit den Worten: Ich habe ein grünes Ei! dankbar in Empfang nahm musste ich mich doch sehr beherrschen nicht zu sagen: Na, dann mal gute Besserung!

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09/04/2006

Panagia mou, panagia mou (Mariza Koch)

>Der nächste Eurovision Song Contest rückt immer näher, in sechs Wochen ist es schon so weit. Zur Einstimmung habe ich mir gestern ein altes Schätzchen auf DVD angeschaut, nämlich den Wettbewerb aus dem Jahre 1976. Klar, diese alten ESC haben einen gewissen kuriosen Reiz und die dort zu sehenden Langhaarfrisuren und Koteletten bieten immer wieder Gelegenheit zum Schmunzeln. Choreographien wie man sie heutzutage sieht waren noch kaum zu sehen. Ein kokettes Winken und Hüftenwippen waren schon das höchste der Gefühle. Musikalisch waren die meisten Beiträge von 1976 eindeutig im Seichten angesiedelt, so natürlich die Sieger Brotherhood of Man und auch der deutsche Beitrag der Les Humphries Singers. Doch zumindest eine echte Perle habe ich gestern entdeckt. Mariza Koch, die für Griechenland mit „Panagia mou, panagia mou“ an den Start ging. Was für eine tolle Stimme und was für ein mitreißendes Lied! Es war deutlich zu spüren, dass sie nicht nur sang um möglichst viele Punkte zu bekommen, sie sang für höhere Ziele. Entgegen dem gültigen ESC-Zeitgeist hatte dieses Lied eine hochpolitische Aussage.

„Ein Stück Land voll mit Apfelsinenbäumen, entlang breiten sich die Olivenbäume aus. Die Strände um das Land sind aus Gold und der Abglanz blendet dich. Und wenn ihr eines Tags an diesen Ort kommt und mehrere Zelte nebeneinander seht, wird es kein Camping für Touristen sein. Es ist nur ein Flüchtlingslager.“

>Unschwer auszumachen, dass hier die Intervention der Türkei in Nordzypern angeprangert wurde. Dementsprechend nahm die Türkei am ESC 1976 nicht teil und unterbrach kurzerhand die TV-Übertragung während Mariza Kochs beeindruckendem Friedenslied. Den Begriff „Friedenslied“ hat dann sechs Jahre später Nicole mit ihrem Siegertitel „Ein bisschen Frieden“ in Misskredit gebracht. Wie ungerecht doch die Schlagerwelt ist. Wieviel mehr hätte es nicht Mariza Koch verdient gehabt den Wettbewerb zu gewinnen!Sehr auffällig war, dass die ARD scheinbar jeden Anflug von Politik in dieser Show unterbinden wollte. Der Kommentator Werner Veigel erwähnte mit keiner Silbe die eigentliche Bedeutung des Textes, er sprach nur davon, das Lied hätte Anleihen bei einer Volksweise aus Epirus genommen. Auch bei dem nicht minder politischen Lied aus Portugal vermied er entsprechende Andeutungen völlig.

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06/04/2006

News! (Soundgarden)

Am vergangenen Sonntag habe ich mich in die Niederungen des Düsseldorfer Amateurfussballs begeben. TuRU Düsseldorf ist der zweitbeste Düsseldorfer Club und spielt immerhin in der Oberliga Nordrhein (4.Liga), wenn auch dort nur gegen den Abstieg. Im Stadion, besser gesagt auf dem Sportplatz, herrschte eine sympathisch unaufgeregte Athmosphäre und das Spiel gegen Union Solingen war gar nicht mal so schlecht. Da es pünktlich zum Anpfiff fürchterlich zu regnen anfing wurde freundlicherweise die überdachte Haupttribüne für alle Zuschauer geöffnet und so konnte ich das Spiel bequem sitzend verfolgen. Kurz vor Schluss hat TuRU noch den Ausgleich zum 1-1 geschafft und zwar durch einen Schuss aus 35 Metern! Ich war sicher nicht zum letzten mal dort.

Seit letztem Samstag ist sie da! Die DVD der zweiten Stromberg-Staffel! Die können wir uns x-mal anschauen, man kann sich immer wieder kaputtlachen. Bei der Erstausstrahlung im Fernsehen war ich von den ersten drei Folgen noch relativ enttäuscht, das hat sich mit den weiteren Folgen aber ins Gegenteil umgekehrt. Ich finde die weiteren Folgen noch besser als die der ersten Staffel und das will schon was heißen! Mein Lieblingszitat:

 

 

„Ich bin ja quasi die perfekte Mischung aus jung, aber sehr erfahren. Gibt’s in der Form ja sonst nur auf dem Straßenstrich.“Ich warte auf den passenden Moment in dem ich diesen Spruch mal anbringen kann. Schade, dass im Moment keine Vorstellungsgespräche anstehen.

Heute Abend erwarten wir noch Besuch aus Finnland. Pate macht beginnt in Kürze ein Austauschsemester in Mannheim und nutzt die Gelegenheit bei uns zu übernachten. Morgen will er sich Köln anschauen. Wir haben ihm bereits gesagt, dass Köln eigentlich nur für Katholiken und Schwule interessant sei, wobei wir ja wüssten, dass er nicht katholisch sei…

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